Der interne bewaffnete Konflikt in Kolumbien und seine Verschlimmerung hat erhebliche negative Auswirkungen auf die Zivilbevölkerung gehabt, insbesondere auf Kinder und Jugendliche aus den ländlichen Gebieten des Landes. Kinder und Jugendliche sind zu Opfern geworden; auf der einen Seite, weil sie Opfer von Zwang und Vertreibung als Produkt der anhaltenden Kämpfe zwischen Guerillas, Paramilitärs und der Mitglieder der inneren Sicherheitskräfte sind; und auf der anderen Seite, weil sie durch die Anwerbungspolitik der autonomen Gruppierungen dazu gezwungen sind, Teil des Krieges zu werden.
Die Rekrutierung von Kindern durch illegale bewaffnete Gruppen hat sich intensiviert und wurde zu einem ernsthaften Problem für das Land in Sachen Menschenrechten; aber diesem Problem wurde nicht angemessen begegnet, um die Prävention und den Schutz dieser gefährdeten Bevölkerungsgruppe sicherzustellen, weil keiner der Akteure im Konflikt, geschweige denn die Zivilgesellschaft, sich bemüht haben, die Rekrutierung von Kindern unter 18 Jahren zu stoppen. Dies ist umso schwerwiegender für Mädchen und Heranwachsende, da sie in den Einheiten der aufständischen Gruppen Objekt sexueller Praktiken sind, als Mittel, um gewisse Privilegien und Sicherheit zu erlangen. Es ist klar, dass sie zu Zielen sexuellen Missbrauchs werden und ihre Rechte noch mehr eingeschränkt sind, weil sie dazu gezwungen sind, ab dem Alter von 12 Jahren zu verhüten und im Falle einer Schwangerschaft abzutreiben (Human Rights Watch, 2004).
Obwohl zur Zeit keine offiziellen Zahlen zur Verfügung stehen, geht UNICEF davon aus, dass es in Kolumbien etwa fünfzehntausend aufständische, bewaffnete Kinder zwischen 9 und 16 Jahren gibt, und daß einer von vier irregulären Kämpfern unter 18 Jahren ist. Darüber hinaus werden die Minderjährigen für Aktionen von hohem Risiko, wie der Aktivierung und Deaktivierung von Antipersonenminen, Spionage, als Diener und sexuelle Sklaven, für die Truppen eingesetzt, und werden rekrukiert, weil sie ein verfügbares menschliches Potenzial repräsentieren, das noch formbar und in der Lage ist, gefährliche Aktivitäten durchzuführen, ohne die Risiken abzuwägen.
Die wichtigsten Gründe für die Eskalation dieses Problems ist ein hohes Maß an häuslicher Gewalt und sexuellem Missbrauch, was die Kinder dazu zwingt, von ihrem Zuhause zu fliehen, verbunden mit dem Mangel an Möglichkeiten, als Folge der extremen Armut, zudem der beschränkte Zugang zu Bildung, was sie dazu bringt, in den politischen Randgruppen aktiv zu werden. UNICEF veröffentlicht, dass von 3.911 demobilisierten Minderjährigen im Alter zwischen 8 und 18 Jahren, 15% einräumen, dass sie "mit Waffengewalt" rekrutiert wurden, also 85% dies "freiwillig" taten.
Ein weiterer Grund, den wir beobachten konnten ist, dass als Auswirkung der jüngsten internationalen Wirtschaftskrise ein Steigen der Rekrutierung zu verzeichnen ist, gemäss dem UNICEF-Repräsentanten in Kolumbien, Paul Martin. Es zeigt sich auch, dass es in Kolumbien sogenannte "kulturelle Resonanzzonen" gibt, Regionen mit geringer Präsenz des Staates und mit hoher und weitreichender Kontrolle von Seiten der illegalen bewaffneten Gruppen, die "Kulturen des Widerstands und der Opposition" eingeführt haben, wie beispielsweise im Bezirk Meta.
Ein weiterer Grund, den wir beobachten konnten ist, dass als Auswirkung der jüngsten internationalen Wirtschaftskrise ein Steigen der Rekrutierung zu verzeichnen ist, gemäss dem UNICEF-Repräsentanten in Kolumbien, Paul Martin. Es zeigt sich auch, dass es in Kolumbien sogenannte "kulturelle Resonanzzonen" gibt, Regionen mit geringer Präsenz des Staates und mit hoher und weitreichender Kontrolle von Seiten der illegalen bewaffneten Gruppen, die "Kulturen des Widerstands und der Opposition" eingeführt haben, wie beispielsweise im Bezirk Meta.
In den vorgeschlagenen Gemeinden ist die Problematik der Rekrutierung von Kindern durch die verschiedenen bewaffneten Gruppen in den vergangenen 30 Jahren ununterbrochen präsent gewesen, mit Perioden, in denen sie ausgeprägter war. Diese Situation hat die Fähigkeit der Gemeinschaften gesenkt, der Wehrpflicht zu widerstehen, und sie so zu Opfern für mindestens drei Generationen macht. Als Folge der Unfähigkeit des Staates zur Milderung und Beseitigung dieser Situation hat das Misstrauen der Bürger in die Fähigkeit des Staates, diesen Zustand der Dinge zu ändern, zugenommen.
So sollte die Rekrutierung von Minderjährigen durch gemeinschaftliche Aktionen verhindert werden, in denen der Schutz der Minderjährigen als Schutz einer ganzen Gemeinschaft angesehen wird.
Ziel dieser Initiative ist im Allgemeinen die "Sensibilisierung der Gesellschaft, einschließlich der Kinder, hinsichtlich der Verletzung der Menschenrechte durch Rekrutierung von Minderjährigen", mit der Absicht, kollektive Maßnahmen zu seiner Prävention in den Gemeinden Puerto Rico, Puerto Lleras, Fuente de Oro, La Uribe, Plateaus, San Juan de Arama, El Castillo, Cubarral, El Dorado und Granada, im Bezirk Meta, zu fördern. In diesem Sinne wird diese Initiative Strategien für den Aufbau und die Stärkung der sozialen Netzwerke aufwerfen, um gemeinsame Aktionen des Widerstands gegen die Rekrutierung von Minderjährigen zu entwickeln, die Knotenpunkte der sozialen Netzwerke wie Schulen, Kirchen, Geschäfte, Straßen, Frauen- und Männergruppen, Familien und Sippen, wie auch formelle und informelle Gruppen von Jugendlichen und Kindern mit einbeziehen. Darüber hinaus werden Strategien zur Stärkung eines institutionellen Hilfsnetzwerks zur Vermeidung der Rekrutierung von Kindern angegangen, die die lokalen öffentlichen Institutionen binden, die in den jeweiligen Gemeinden, in denen der Eingriff vorgenommen wird, verantwortlich sind für die Politik der Kinderbetreuung, Demobilisierung, Versöhnung und Menschenrechte.
Diese Initiative wird voraussichtlich einen Einfluss haben auf:
1. Die kollektive Anerkennung der Ursachen der Rekrutierung von Minderjährigen auf kommunaler und regionaler Ebene und das Schaffen von Bürgerbeteiligung und generieren institutioneller Maßnahmen zur Verhinderung der Rekrutierung und zum Schutz von Minderjährigen.
2. Frauen- und Männergruppen (alles Erwachsene), die ihre Fähigkeit ausgebaut haben, Risiken der Rekrutierung zu erkennen und vorbeugende schützende Ratschläge an die Minderjährigen weiterzugeben.
3. In Knotenpunkten der sozialen Netzwerke (Schulen, Kirchen, Geschäfte, usw.) wurden Fähigkeiten gestärkt, Risiken der Rekrutierung zu erkennen und vorbeugende schützende Ratschläge an die Minderjährigen weiterzugeben.
4. Es wurden Bereiche und Formen der Kinder- und Jugendorganisation ausgebaut, die die Fähigkeit besitzen, Risiken der Rekrutierung zu erkennen und vorbeugende schützende Ratschläge an ihre Kollegen weiterzugeben.
5. Es besteht ein institutionelles Hilfsnetzwerk für die Prävention der Rekrutierung und für die Stärkung der sozialen Netzwerke, um seinem Auftreten entgegenzuwirken.