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Unsere Projekte

Institutionelle Massnahmen und soziale Kontrolle der Jugend hinsichtlich der Investitionen von öffentlichen Mitteln im Gesundheitswesen 2004-2005

Das System des Gesundheitswesens in Kolumbien setzt sich aus dem System der Beitragszahler und dem subventionierten System zusammen. Letzteres wurde eingerichtet, um den gleichberechtigten Eintritt in das System für die ärmsten und am schutzbedürftigsten Teile der kolumbianischen Bevölkerung sicherzustellen. Offiziellen Zahlen zufolge gab es im Jahr 2004 13'856 927 Millionen Bürgerinnen und Bürger, die den Stufen 1 und 2 des System der Registrierung der Leistungsempfänger - SISBEN angehörten, und Dank ihrer Zugehörigkeit zum subventionierten System für deren Gesundheit gesorgt ist. Der Zuschuss für die Gesundheit der Armen und Schwachen Menschen im Land überschreitet im Jahr 2005 2'825 Millionen Pesos, was etwa 1,228 Millionen US-Dollar entspricht und die größte staatliche Investition im Bereich Gesundheit ist.

Faktoren wie Handhabung und geringe technische Leistungsfähigkeit bei der Identifizierung der Begünstigten des subventionierten Systems, das geringe Verständnis der Vertreter von Institutionen und Gemeinden darüber, wie das Soziale Sicherheitssystem im Bereich Gesundheit funktioniert und darüber hinaus die geringe technische und operative Kapazität der Institutionen, eine  rechtzeitige, wirksame und andauernde Kontrolle zu realisieren, haben die missbräuchliche Abzweigung von Mitteln begünstigt und hat so zu Misstrauen und Unsicherheit der Bürger gegenüber den staatlichen Institutionen und dem Verwaltungsapparat des subventionierten Systems geführt.

Mehrere Problematiken liegen jedem einzelnen dieser Faktoren zugrunde. Bezüglich dem Ersten, der Politisierung, dem Ermessensspielraum bei der Umsetzung, gekoppelt mit dem Mangel an Übung und Ausbildung derjenigen, die sich um das Thema SISBEN kümmern und Korruptheit der Verwalter des subventionierten Systems, haben schwerwiegende Verzerrungen bei der Ausrichtung auf die Begünstigten des subventionierten Systems erzeugt. Was das letztere betrifft, haben die überverhältnissmäßigen und sich ständig ändernden Vorschriften und die Existenz einer speziellen und kaum verständlichen Sprache, die Verwaltung der Institutionen sowie den Zugriff der Bürgerinnen und Bürger auf das subventionierte System erschwert. Zuletzt kann angemerkt werden, dass die mangelnde Koordinierung zwischen den Kontrollbehörden gepaart mit der Verkennung der sozialen Kontrolle als eine reale Möglichkeit der Bürgerbeteiligung an der Haushaltsaufstellung, zu Ineffizienz der Kontrollorgane auf nationaler und lokaler Ebene und damit zu einer Fehlallokation von Mitteln geführt hat.

In diesem Sinne ist das Projekt "Institutionelle Maßnahmen und soziale Kontrolle der Jugend hinsichtlich der Investitionen der öffentlichen Mittel im Gesundheitswesen" darauf orientiert, seine Anstrengungen auf Überwachung der Ausrichtung und Verwaltung der Mittel der Gesundheitsversorgung für die arme und schutzbedürftige Bevölkerung in 15 Provinzen des Bezirks Boyacá und 58 Vierteln der Stadt Ibagué zu fokusieren, durch die Entwicklung und Umsetzung einer Methode der sozialen Kontrolle der Jugend und der institutionellen Massnahmen zur Erhöhung der Transparenz der Allokation der Mittel auf lokaler Ebene.


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